Termine

Mo, 27.02. bis Fr, 03.03.2017
Faschingsferien

Mi, 08.03.2017 18:00 Uhr
Infoabend zur Wahlpflichtfächer-
gruppenentscheidung
(6. Klassen)

Mo, 12.03. bis Sa, 18.03.2017
Wintersportwoche 7c & 7d

Sa, 18.03. bis Fr, 24.03.2017
Wintersportwoche 7a, 7b & 7e

Kontakt

Staatl. Realschule Hirschaid
Realschulstraße 2 - 6
96114 Hirschaid 
Tel 09543 4437090
Fax 09543 44370955

mail@rs-hirschaid.de

„Mein Opa ist ein Ritter…..“

Mittelalter-Projekt der Klassen 7a/ 7b

Das kann sicher nicht jeder unserer Schüler behaupten. Anders Josephine Streichert (7b), deren Großvater tatsächlich als Museumspädagoge im Freilichtmuseum Torgelow arbeitet (www.ukranenland.de). Dort können Besucher in die Welt des Mittelalters eintauchen und das Leben und Arbeiten in dieser Zeit hautnah erleben. Um dies auch unseren Schülern zu ermöglichen, machte sich Ritter Bertram von Eichstätt (alias Hartmut Schneider) auf den langen Weg ins Frankenland. Als Ritter gewandet und schwer bepackt mit Kettenhemden, Schwertern, Helm und Schild betrat er an einem Dienstagmorgen im Februar unsere Schule und trat mit unseren beiden siebten Klassen eine eindrucksvolle Zeitreise an. Er erzählte aus seinem Ritteralltag, über seinen Werdegang vom Knappen bis zur Schwertleite und er zeigte uns seine Ausrüstung für den Kampf.  Auf dem Pausenhof gab es dann eine kleine Einführung und praktische Übungen zum Schwertkampf. Doch auch die weichen Seiten eines Ritters durften unsere Schüler kennenlernen. Vor allem die Damenwelt verzauberte Ritter Bertram mit selbstgedichteten Minnesängen und eigens erfundenen Geschichten über Ritter, Drachen und Helden. Die Heraldik (=Wappenkunde) bildete den letzten Programmpunkt unseres kleinen Projekts. Nach einer kurzen Theorieeinheit zu deren Regeln durften sich die Kinder daran machen, ihr eigenes Wappen zu kreieren.

Unseren Schülern wurde an diesem Vormittag dank Herrn Schneider Geschichte zum Anfassen und zum (Be-)greifen geboten. Es ist toll, wenn externe Fachleute unseren Unterricht so engagiert und kompetent ergänzen.

Besonderer Dank gilt auch dem Förderverein unserer Schule, der das Projekt finanziert hat.

Amo

 

 

Zu Gast im Krippenmuseum Hirschaid

    Ein Haus mit besonderer Botschaft – Weihnachtskrippen aus aller Welt

 

Überall auf der Welt, wo Christen die Menschwerdung Gottes feiern, findet man den Brauch, zur Weihnachtszeit in Kirchen und Häusern Weihnachtskrippen aufzustellen.

Am letzten Schultag des alten Jahres unternahm deshalb die Kl. 6b einen Besuch in der Alten Schule in Hirschaid, um in der Vorweihnachtszeit Krippen aus allen Herren Länder anzuschauen. Organisiert hatte den Museumsbesuch Frau Rinck, die mit Herrn Walter Bergmann vom ansässigen Krippenmuseum einen kompetenten Fachmann gefunden hatte, der die interessierten Schüler durch die Ausstellung führte, in der inzwischen über 450 Weihnachtskrippen aus aller Welt zu sehen sind.

Zu bestaunen waren Krippen aus über 40 Ländern und vier Erdteilen. Sie stammen überwiegend aus deutschsprachigen, italienischen, spanischen, französischen und slawischen Regionen, aber auch aus dem Nahen Osten, Ägypten, Zentralafrika, Mittel- und Südamerika und Fernost. Die bereits erwähnte Ausstellung „Weihnachtskrippen aus aller Welt“ wird seit dem Jahr 2008 um jährlich wechselnde Sonderausstellungen erweitert, wie in diesem Jahr mit der „Geschichte des Weihnachtsbaums“, die wir anschließend besuchten. Die Ausstellung stellt dar, wie sich dieser Weihnachtsbrauch entwickelt hat.

 

Höhepunkt der Ausstellung: die Krakauer Weihnachtskrippe

In allen katholischen Kirchen Polens (98 % Katholiken) werden zur Weihnachtszeit Weihnachtskrippen aufgestellt. Weil Krippen im Laufe der Zeit immer üppiger und aufwändiger geschmückt wurden, wurden bald Wettbewerbe veranstaltet, bei denen die Krippenbauer untereinander um die prächtigste Krippe wetteiferten. Seit 1937 werden alljähr- lich Anfang Dezember die neuen Weihnachtskrippen neben dem Adam-Mickiewicz-Denkmal (dem bekanntesten Dichter und Schriftsteller Polens!) am Krakauer Marktplatz zur Schau gestellt. Dieser Wettbewerb gilt als einer der Höhepunkte im Leben der Stadt und zieht jedes Jahr viele Teilnehmer, aber auch Schaulustige und Touristen an. Eine dieser Siegerexponate von 1990 ist die Original Krakauer Weihnachtskrippe, die inhaltlich dreigeteilt ist und sowohl religiöse als auch politische Motive enthält und seit einigen Jahren von ihrem polnischen Besitzer als „Gastkrippe“ dem Hirschaider Krippenverein zur Verfügung gestellt wird. Als Vorbild dient die bekannte gotische Krakauer Marienkirche mit dem weltbekannten Veit-Stoß-Altar.

 

Besonderes Krippen-Exponat

Mit dem Titel „Gott – inmitten einer zerrütteten Welt“ zeigt der bekannte Hirschaider Krippenbaumeister Horst Wende eine Krippe, ähnlich der Erdkugel, aber ganz in Holz gearbeitet, die in ihrer Darstellungsform und Ausdruckskraft den Betrachter verwundert und zum Nachdenken anregen soll. Inspiriert wurde Wende dabei durch Aussagen des deutschen Astronauten Alexander Gerst während seiner Mission im Weltall.

Das Krippenmuseum mit seiner einzigartigen Krippensammlung in Hirschaid wird seit über zehn Jahren vom Hirschaider Ehepaar Mathilde und Walter Bergmann geleitet und betreut.

Nach dem sehenswerten Besuch der Ausstellung ging es für die Schüler in die ersehnten Weihnachtsferien.

V. Reißig